Lauenburgische Heimat
[Alte Folge]

Zeitschrift des Heimatbundes Herzogtum Lauenburg e. V.
1933


[JONAS.]
 

Als Berichtigung zu dem Aufsatz über Eulenspiegel im vorigen Heft lief folgende interessante Darlegung ein: "Die Gertrudis-Linde stand nicht an Eulenspiegels Grab, sondern am Wege nach Ratzeburg auf der kleinen Anhöhe, wo heute der Weg zum "Doktorhof" abbiegt. Die Linde, die ich selbst noch gesehen habe, ist erst vor etwa 10 Jahren an einem 31. Oktober vom Sturm umgeworfen worden. Ein eisernes Band umspannte den gewaltigen Stamm dort, wo die Äste ansetzten, aber mit Nägeln und Pfennigen war er nicht beschlagen. Diesen Schmuck trug die Vorgängerin der jetzigen, etwa 50 Jahre alten Eulenspiegel-Linde, und der Volksmund legte dem Glockengeläute die Worte unter:
 
Till Ulenspeegel ligt begraben
Up den Möllnschen Kirchhoff baben
Und mit soveel Nägel beslagen
Und mit soveel Pinn, Pinn, Pinn!

JONAS.

1933/3-4 - 84



 


 


 

 

 

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